Wissenschaftler Winfried Sobottka zur politischen Lage am 13. März 2011 / Simon McDonald, berliner morgenpost, taz, neues deutschland, womblog, wir-in-nrw, ruhrbarone, altermedia


Belljangler:Wissenschaftler Winfried Sobottka, wie beurteilst du die politische Lage?“

Winfried Sobottka: „Die wirtschaftspolitische Lage ist in keinem Punkte besser zu beurteilen, als vor der Katastrophe von Japan:

https://belljangler.wordpress.com/2011/03/08/winfried-sobottka-an-die-weltelite-der-menschlichen-intelligenz/

Allerdings heißt das noch lange nicht, dass irgendwer über grundlegende Konsequenzen nachdenken würde. Einem Artikel der Annika Joeres ist vielmehr zu entnehmen, dass die Finanzbranche die Tam-Tam-Trommeln rührt, um KleinanlegerINNEN auch weiterhin kräftig vermaschmeyern zu können:

http://www.ftd.de/finanzen/immobilien/:immobilienmesse-in-cannes-die-deutsche-langeweile-wird-sexy/60023886.html

Während Banken nur noch unter dem Sauerstoffzelt von Rettungsfonds leben können, soll der Verkauf deutscher Immobilienfondsanteile an Kleinanleger offenbar zu einem Boom gebracht werden, um auf diese Weise dafür zu sorgen, dass erstens die Finanzbranche kräftig verdienen kann, zweitens dafür, dass den Großkapitalisten angehende Wirtschaftsruinen teuer abgekauft werden können. Ich kann nur entschieden davor warnen, auf dieses krumme Spiel hereinzufallen und sauer erspartes Geld in deutsche Immobilienfonds zu stecken.

Ansonsten ist die japanische Katastrophe natürlich ein Hammerschlag gegen das Großkapital, Kurse japanischer Aktien, japanischer Immobilien und japanischer Anleihen dürften bald im freien Fall sein, weil die unmittelbaren Sachschäden der Katastrophe von den mittelbaren Schäden noch weit übertroffen werden dürften:

  • Japan wird möglicherweise den Fischfang aufgeben müssen, der für die Volksernährung in Japan einen viel höheren Stellenwert hat als in Deutschland.
  • Japan wird möglicherweise seine Ernten und sonstigen landwirtschaftlichen Produkte in diesem Jahr vernichten müssen.
  • Die japanische Konsumgüterproduktion wird leiden, weil niemand verstrahlte Autos usw. kaufen will.
  • Das japanische Volk ist verständlicherweise traumatisiert und fühlt sich verständlicherweise auf japanischem Boden nicht mehr sicher – das lähmt die Produktivkräfte und führt zu innenpolitischen Problemen – selbst eine Revolution wäre möglich.

Ich gehe davon aus, dass die Japaner in recht kurzer Zeit wirtschaftlich und politisch weitaus größere Probleme haben werden als die Griechen und die Iren, dass Japan auf Hilfen > 1 Billion Dollar angewiesen sein wird, wenn es dort nicht zu politischen Katastrophen kommen soll. Bevor Millionen Japaner verhungern würden, kämen sie sicherlich auf die Idee, ihr in den letzten Jahrzehnten hochgerüstetes Militär einzusetzen, um Raubkriege zu führen.

Ich gehe also davon aus, dass das Problem Ausmaße annehmen wird, die sich derzeit noch niemand vorstellen will. Dabei wird den übrigen Ländern nichts anderes bleiben, als Japan bestmöglich aus dem Dreck zu ziehen. Das wird aber nicht möglich sein, ohne auf den Reichtum des Großkapitals zurückzugreifen, da das gemeine Volk praktisch überall schon bis zum Anschlag geschröpft ist.“

Liebe Grüße

Dipl.-Kfm. Winfried Sobottka, UNITED ANARCHISTS und Order of ?

TOP-WICHTIG:
http://kritikuss.over-blog.de/article-winfried-sobottka-an-u-a-i-tell-you-we-must-die-winfried-sobottka-united-anarchists-69143565.html

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Über belljangler
Dipl.-Kfm. Winfried Sobottka, geb. 16.07.1958 in Waltrop, Kreis Recklinghausen, wohnhaft: Karl-Haarmann-Str. 75 in 44536 Lünen, Tel. 0231 986 27 20

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