Winfried Sobottka an die AnarchistINNen am 08. Mai 2011/ z.K. Hannelore Kraft, Annika Joeres, Bodo Ramelow, Staatsschutz Polizei Mönchengladbach


Hallo, Leute!

Die Vorstellung, UNITED ANARCHISTS zu einer politischen Marke zu machen, die für ein klares Programm steht – ZIELE VON UNITED ANARCHISTS – ist in der Realisation gescheitert. Ihr werdet natürlich bemerkt haben, dass meine Ansprachen an Euch sich im Laufe der Zeit auch änderten – entsprechend den Realitäten.

Dem Dr. Roggenwallner wie dem Marco Witte, Soest, die unter Pseudonyma seit Jahren übelste Hetze gegen mich betreiben, kann man weitgehend nur recht geben, wenn sie behaupten, hinter mir stünden keine AnarchistINNen, während ich im Internet agiere.

Zwar wissen auch die beiden ganz genau, dass meine Artikel und Präsenzen von SEO-Experten gepusht werden, dazu brauchen sie sich ja nur ihre jeweilige Google-Seite No. 1 anzusehen, einmal für DR. ROGGENWALLNER, einmal für MARCO WITTE SOEST.

Andererseits haben sie natürlich darin recht, dass es jedenfalls kein weiteres Zeichen einer Verbundeneit zwischen anderen AnarchistINNEN und mir gibt: Natürlich könnten anarchistische Internetexperten mir eine ungeheure Hilfestellung in vielem geben. Was für mich unerklimmbare Berge sind, beherrschen sie zum Teil mit Links. Natürlich hat es auch nichts mit Gemeinschaftsgeist zu tun, dass ich gelegentlich in Lagen war, in denen ich z.B. ein Betriebssystem für rund 20 Euro brauchte, es mir aber nicht leisten konnte. Und natürlich hat es erst recht nichts mit Gemeinschaftsgeist zu tun, dass nicht einmal die Diskussion bestimmter zentraler Positionen von anderen als von mir gefordert wird.

Würde der CCC zum Beispiel sagen: „Wir haben das und das über das SEXUALSCHEMA gelesen, und möglicherweise geht es dabei um eine notwendige Bedingung für eine menschliche Gesellschaft, also wollen wir eine öffentliche Diskussion darüber.“ – dann wäre das natürlich ein Durchbruch, in einer Sache, die viel wichtiger ist als eine Dissertation von Guttenberg und Guttenberg selbst. Aber es geschieht seit 5 Jahren nicht. Das Selbe ließe ich sich für alle anderen Dinge sagen, die ich in grundlegenden Dingen schreibe.

Unter diesen Umständen von einer Gemeinschaft Namens UNITED ANARCHISTS zu reden/zu schreiben, ist nicht nur kontraproduktiv, sondern auch ein Verrat an den von mir beschriebenen Idealen der Anarchie: Anarchie hat ehrlich zu sein, und wenn von echter Gemeinschaft keine Rede sein kann, dann darf echte Gemeinschaft auch nicht vorgetäuscht werden. Echte Gemeinschaft ist der zentrale Dreh- und Angelpunkt der von mir geforderten menschlichen Gesellschaft, und eine herbeigeredete, aber nicht existente Gemeinschaft entwertet nicht nur den Begriff Gemeinschaft, indem schlichtweg propagandistisch gelogen wird, was auch im Gegensatz zu anarchistischen Idealen steht, sondern schafft auch die Gefahr eines schrecklichen Irrtums, nämlich, dass eine menschliche Gesellschaft auch auf Pseudo-Gemeinschaftsgeists bauen könnte. Die Wahrheit ist: Sie kann es nicht, sie bedarf des in reiner Form echten Gemeinschaftsgeistes.

So kommt berechtigterweise die Frage auf, warum ich dieses Spiel denn jahrelang getrieben habe. Die Wahrheit ist ein sehr einfache: Ich hatte angenommen, dass erkannt würde, dass echte Gemeinschaft her müsse, hatte angenommen, ich könne durch Worte und Ideen Gemeinschaftsgeist zünden, hatte angenommen, durch Vorreiterhandeln zum Nachziehen zu bewegen und so weiter. Das war ein Irrtum, der nun nicht mehr zweifelhaft ist. Von jetzt an wäre es also glatte absichtliche Lüge, wenn ich diese Haltung aufrecht erhielte. Diese Lüge lehne ich entschieden ab. Darum werde ich mich zukünftig nicht mehr als Mitglied einer Gemeinschaft namens UNITED ANARCHISTS bezeichnen oder auffassen.

Was das Schreiben im Internet angeht, werde ich nach einer ganz einfachen Regel vorgehen: Ich werde dann schreiben, wenn ein Thema aus meiner Sicht wichtig genug ist und ich deshalb gern schreiben will. Dabei steht der Gedanke, mich aus dem Internet zu entfernen, nun zunächst im Hintergrund, denn aktuelle Geschehnisse zwingen mich, diesen Gedanken derzeit in den Hintergrund zu schieben: Die Stellungnahme der Bundesanwaltschaft ist zwar nur eine unverbindliche Stellungnahme, der BGH kann die Sache insgesamt völlig anders sehen. Er kommt jedenfalls nicht daran vorbei, nach Maßstäben der allgemeinen Sachrüge zu prüfen, was bei korrektem Vorgehen absolut ausreicht, um meinem Revisionsantrag in vollem Umfange statt zu geben. Aber natürlich ist die Stellungnahme der Bundesanwaltschaft sehr wohl ein Indikator dafür, wie der BRD-Staat mit meinem Revisionsbegehren umzugehen gedenkt – und dementsprechend muss ich handeln.

Weiterhin geht es um einen weiteren Fall, der mich innerlich zu Taten zwingt.

Natürlich gehe ich davon aus, in entsprechenden Lagen weiterhin die SEO-Unterstützung zu bekommen, die ich bisher bekam: Nach meiner heutigen Einschätzung gibt es zwar keine echte Gemeinschaft von UNITED ANARCHISTS, aber ein Netzwerk von anarchistischen InternetexpertINNen, die grundsätzlich alles fördern, was ihnen gefällt, grundsätzlich alles hemmen, was ihnen nicht gefällt. Das kann ich durch Erfahrungen und Blick auf viele Google-Seiten als sicher betrachten. Da niemand von ihnen einen Grund hat, sich über mich zu beschweren, kann ich es als sicher betrachten, dass sie meine Internetarbeit, sofern sie ihnen gefällt, nicht weniger fördern werden als die Internetarbeit anderer, die ihnen gefällt.

Mein Auftritt im Internet wird sich – ohne, dass ich Prinzipien aufgeben würde – deutlich ändern. Nicht nur soweit, wie oben beschrieben, sondern auch hinsichtlich weiterer Merkmale des Vorgehens. Bisher habe ich sehr weitgehend mit offenen Karten gespielt, habe stets erklärt, welche Überlegungen mich bewegten, welche Strategien ich gehen wolle usw. Das hatte einerseits den Zweck, Euch Internet-AnarchistINNen zu informieren; Ihr solltet wissen, was in meinem Kopf vorgeht. Zum anderen war es natürlich auch darauf gerichtet, den Feind zu provozieren, zur Wut zu bringen und einzuschüchtern.

Da ich mich nicht mehr als Mitglied einer Internetgemeinschaft auffasse, entfällt jegliche moralische Pflicht, über operative, taktische oder strategische Hintergründe (o-t-s-H) meines Handelns aufzuklären. Der andere Aspekt, nämlich eine Demoralisierung des Feindes, kann entsprechende Informationen allein nicht begründen: Je weniger er über meine o-t-s-H weiß, desto schwerer kann ich es ihm machen, und natürlich muss ich mit einer BGH Willkür rechnen, die es der Justiz zu einer Kleinigkeit machen könnte, mich sehr schnell in den Knast zu stecken – für immerhin 22 Monate. Nun, vor diesen Hintergründen will ich natürlich keinen Zweifel daran aufkommen lassen, dass ich fortan ein brav gesetzestreuer Bürger sein will, was dem Staat natürlich auch nicht wirklich passen wird; schließlich will er ja den Schurken, der dem System dienlich ist, oder zumindest den sich ohnmächtig fühlenden Untertanen.

Winfried Sobottka

Googeln unter:

SEXUALSCHEMA

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Über belljangler
Dipl.-Kfm. Winfried Sobottka, geb. 16.07.1958 in Waltrop, Kreis Recklinghausen, wohnhaft: Karl-Haarmann-Str. 75 in 44536 Lünen, Tel. 0231 986 27 20

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