Winfried Sobottka an U.A. am 08. April 2011/ z.K. Prof. Jürgen Habermas, Gerhard Wisnewski, Gaby Ochsenbein, Annika Joeres


Liebe Leute!

Vielleicht habe ich ja etwas übersehen, aber mir war bisher nicht aufgefallen, dass außer von mir Kritik daran geübt worden sei, dass Deutschland aufgrund wirtschaftlicher Stärke die politische Führung in Europa beansprucht habe, s. u. a.:

http://kritikuss.over-blog.de/article-deutsches-gro-kapital-gewinnt-2-weltkrieg-doch-noch-kirstten-heisig-michael-huther-polizei-berlin-polizei-hamburg-polizei-frankfurt-polizei-munchen-polizei-dresden-65288153.html

https://belljangler.wordpress.com/2011/01/22/karl-theodor-von-und-zu-guttenberg-und-die-bundeswehrmacht-annika-joeresrenate-kunast-bodo-ramelow-katja-kipping-cdu-magdeburg-gunter-wallraff/

Nun habe ich erstmals eine andere Stimme vernommen, die im Prinzip das Selbe kritisiert, nämlich die von Prof. Jürgen Habermas, ich zitiere im Folgenden jeweils aus einem SPIEGEL-Artikel unter:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,755641,00.html :


Hinsichtlich der Schuldenkrisen in der Euro-Zone weist Habermas darauf hin, dass es wohl systematische Ursachen geben müsse, mithin eine Fehlkonstruktion der Währungsunion vorliegen müsse:

Nun, er sagt es anders, meint aber im Grunde zweifellos das hier:

https://belljangler.wordpress.com/2011/03/27/spiegel-brd-betreibt-wirtschafts-vampirismus-in-der-eu-z-k-simon-mcdonalddan-mulhallangela-merkelhans-werner-sinndaniel-d-eckertjurgen-dunsch-sven-boll-rainer-bruderle-wolfgang-schauble/

Zudem kritisiert er, dass Europapolitik lediglich wirtschaftspolitisch abgehandelt werde, ohne an die sonstigen politischen Folgen und vor allem, ohne an die Menschen zu denken…

Weiterhin spricht Habermas auch klare Worte hinsichtlich der Journalisten, wie sie sonst selten gesagt werden:

Man kann davon ausgehen, dass es dem Prof. Jürgen Habermas allmächlich reicht, ich würde von einem Kragenplatzer ausgehen, dass er sich als eher zurückhaltende und sich ansonsten wohltemperiert äußernde Person mit so klaren Worten an die Öffentlichkeit wendet, dazu noch klare Konsequenzen benennt:

Als Folge dieser Entwicklung sieht Habermas zwei Strömungen: Auf der einen Seite politische Verdrossenheit – auf der anderen eine neue Protestbereitschaft an der Basis wie bei Stuttgart 21.

Man wird sehen, ob er der Einzige ist, dem es reicht.

Liebe Leute, die Eurokrise wird sich immer schneller verschärfen, solange das Gebot: „Nichts nehmen von den Reichen!“ gilt. Dabei ist es völlig egal, mit welchen Tricks man die sich systematisch vergrößernden Löcher zu stopfen versucht. Ich gehe übrigens auch davon aus, dass die Europäische Zentralbank deshalb den Leitzins erhöht, um zusätzliche Gewinne zu erwirtschaften, die vermutlich für Euro-Rettungsaktionen verwendet werden sollen. Inflationsabwehr ist Unsinn, denn allein der Ausfall an japanischer Nachfrage wird weltweit deflationäre Tendenzen mit sich bringen, schließlich sind die Japaner eines der konsumfreudigsten Völker weltweit, und dieser Konsum ist auf absehbare Zeit schwer angeschlagen, was man bereits jetzt an den Ölpreisen ablesen kann.

Die Zeche der Leitzinserhöhung werden alle Schuldner zahlen, sofern sie keine festen Zinssäze langfristig vereinbart haben, weil die Banken diese Erhöhung natürlich weiterreichen werden. Damit ist es ausgeschlossen, dass die Reichen zahlen, dafür müssen verschuldete Privathaushalte und verschuldete mittelständische Unternehmer daran glauben.

Was auch immer sie tun werden, solange sie dem Gebot folgen: „Nichts nehmen von den Reichen!“, werden sie keine Probleme lindern, ohne andere Probleme zu verschärfen. Sie bauen an der sozialen Bombe, national wie international. Sie sind auf dem Wege, sich selbst zu erledigen.

Doch nicht nur Habermas greift zu klaren Worten. Erstmals bin ich nun darauf gestoßen, dass andere als ich behaupten, dass vom Staat eingesetzte Gerichtsmediziner Morde bei Bedarf per Totenschein in Selbstmorde verwandeln:

http://www.gerhard-wisnewski.de/Politik/Innenpolitik/Kirsten-Heisig-Auch-AErzte-zweifeln-am-Selbstmord/Neue-Info-Seite-eroffnet.html

Es wird sich auch an der Stelle einiges tun – die Frage ist nur, wie schnell.

Ich habe heute an Geparden denken müssen. Gepardenmütter sind liebevolle Mütter, wie alle brutpflegenden Mütter in der Natur. Sie ziehen ihre Jungen, meist zwei oder drei, nicht nur groß, sondern bringen ihnen auch alle Tricks des Jagens bei. Doch eines Tages, sie haben längst den nächsten Wurf im Bauch, die Jungen des letzten Wurfes sind im Grunde schon selbstständig, entfernen sie sich vom Wurf und kehren nicht wieder. Dass die Mutter sich gelegentlich von ihnen entfernt, ist für die Jungen nichts Neues. Aber dass sie nicht zurückkehrt, haben sie noch nie erlebt. Sie warten also zunächst ab. Doch irgendwann kommt der Hunger. Und das ist der Moment, in dem sie vollständig auf Selbstversorgung umschalten. Es gibt genügend Wissende, sie sollen ihr Wort erheben, anstatt nur auf meinen Mut zu setzen.

Liebe Grüße

Winfried Sobottka, UNITED ANARCHISTS und Order of ?

http://www.freegermany.de/apokalypse20xx.html

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Der vertuschte Mord an Kirsten Heisig und die Fliegenlarven / Gerhard Wisnewski, TAZ, Berliner Morgenpost, Berliner Zeitung, Polizei Berlin


Dafür, dass es im Falle der Kirsten Heisig nicht um Selbstmord, sondern um einen als Selbstmord vertuschten Mord geht, gibt es viele Gründe. Ein aktueller Artikel, der die Merkwürdigkeiten der „Spurensicherung“ am Tatort darlegt:

http://brd-schwindel.com/kripobeamter-sieht-mordverdacht-im-fall-heisig-enthuellungen/

Bemerkenswert ist es tatsächlich u.a., dass nichts über Fliegenfraß mitgeteilt wird. Im Sommer findet man bei Leichen schon nach wenigen Stunden Fliegeneier in Augen, Nasenlöchern und Mund (Rechtsmediziner Michael Tsokos, „Dem Tod auf der Spur“, S.168). Dabei kommt es nicht darauf an, ob sich die Leiche an einem für jeden sichtbaren Orte befindet oder nicht – Fliegen finden jede Leiche, die für sie zugänglich ist.

Ich habe das im Herbst noch selbst ausprobiert: Ein wenig frische Hähnchenleber auf einen kleinen Teller gelegt, den Teller auf einer Fensterbank positioniert, das Fenster in Kippposition geöffnet. Als ich etwa 24 Stunden später nachsah, sah ich sie: Die Fliegeneier.

In den ersten zwei bis drei Wochen ist die Feststellung des Todeszeitpunktes bei Leichen im Freien so gut wie immer Tages genau möglich, ablesbar an Larvenstadien und an der Art der Larven, siehe auch:

Im Falle der Kirsten Heisig erfährt man nichts von einem Fliegenfraß, auch nicht von einer wie auch immer gearteten Feststellung des Todeszeitpunktes. Zwischen dem Zeitpunkt ihres Verschwindens und dem Zeitpunkt ihres offiziellen Auffindens liegt nichts als schwärzeste Ungewissheit.

Abgesehen davon, dass man es ausschließen kann, dass sie die ganze Zeit über tot am Baume hing – denn dann hätte sie von den Suchhunden im ersten Durchgang gefunden werden müssen, außerdem wäre bestialischer Gestank den Anwohnern aufgefallen.

Wo also war Kirsten Heisig zwischen ihrem Verschwinden und dem Zeitpunkt des offiziellen Leichenfundes, und wie lange war sie tot, als ihr Fund gemeldet wurde? Es wäre sehr zu begrüßen, wenn Gerhard Wisnewski noch einmal nachfassen würde, um aussagefähige Informationen von der StA zu bekommen….

Mit anarchistischen Grüßen

Dipl.-Kfm. Winfried Sobottka, UNITED ANARCHISTS und Order of ?

https://belljangler.wordpress.com/2011/01/14/horrorurteil-durch-richter-dr-frank-schreiber-richter-marcus-teich-richter-dr-christian-voigt-schoffin-margarete-dodt-schoffe-kristof-schumann-landgericht-hagen-z-k-hannelore-kraft-thomas/

Philipp Jaworowski lt. Strafurteil über sich und die Ermordung der Nadine Ostrowski / Annika Joeres, Gerhard Wisnewski, Günter Wallraff, womblog, nachrichtenspiegel-online


http://wp.me/po3G2-St

Es wird nicht lange dauern, und es wird ein Geschrei der Irren geben, die mich unter staatlicher Protektion anonym in übelster Weise im Internet verleumden und beleidigen, doch ich bin fest entschlossen, die Teile des Urteils, die Philipps Aussagen wiedergeben, zu veröffentlichen.

Er ist nach Lage der Dinge einwandfrei unschuldig:

https://belljangler.wordpress.com/2010/12/01/ubelster-mandantenverrat-rechtsanwalt-dr-ralf-neuhaus-dortmund-u-rudolf-esders-nadine-ostrowski-philipp-jaworowski-hannelore-kraft-thomas-kutschaty-ralf-jager-spd-nrw-die-linke-nrw-die-gru/

Meine erkärte Sicht der Dinge in gerichtsmedizinischer Hinsicht wurde mir mittlerweile auch fernmündlich von Gerichtsmedizinern bestätigt:

1.       Dass 3 wuchtige Schläge mit einer Taschenlampe jeweils die selbe Stelle am Kopf treffen, ist so ähnlich wie ein 6-er im Lotto, wenn Täter und Opfer sich gegenüberstehen und das Opfer frei beweglich ist.

2.        Bei Drosselung mit waagerechter Drosselmarke (nicht optimal wirksam)  verbleiben dem Opfer noch Sekunden der Handlungsfähigkeit ab Beginn, 5 bis 6 Sekunden seien in dem Falle eher eine untere Marke

3.       Solange das Opfer handlungsfähig sei, wehre es sich gegen die Drosselung, was auch einen Angriff auf den Täter bedeuten könne, aber eben auch den Versuch, die Schlinge zu weiten oder zu entfernen.

Im Grunde reichen bereits diese Dinge, wie auch die Spurenlage Keine Spuren von Philipp am Tatort und an der Leiche, außer angeblich an einem Lichtschalter, den die Polizei ausgebaut hatte…) und das doppelt vorhandene (!) Tatwerkzeug Drosselkabel – LINK – um Philipps Unschuld sicher festzustellen.

Aber ich gehe  davon aus, dass es das Beste sei, wirklich alle Komplexe zu durchleuchten, um es insgesamt rundum transparent zu machen, dass Philipp Jaworwoski nicht nur nicht die Nadine Ostrowski gemordet hat, sondern auch nicht im Geringsten der Typ ist, dem eine solche Handlung zuzutrauen wäre. Es ist so, als würde man Ihnen oder mir ein faules Geständnis abzwingen und Sie oder mich wegen Mordes einbuchten – wegen eines Mordes, den Sie bzw. ich gar nicht begangen hätten. Natürlich auch mit der Konsequenz, dass die wahren Täter frei und unbelangt blieben….

Philipp Jaworowski war in einigen Punkten sicherlich etwas aus den Gleisen geraten – aber von einem Mörder war und ist er soweit entfernt wie Sie oder ich.

Die Medien haben ihn mit schmutzigen Methoden durch den Dreck gezogen –  er sollte als einer erscheinen, dem man auch einen Mord zutrauen könne, damit dem Volk ein falsches Strafurteil verkauft werden konnte.

Ich möchte dem zunächst gegenüber stellen, was Leute gesagt haben, die ihn gut kannten:

http://www.winfried-sobottka.de/nadine-o-philipp-j/kannte-ihn-von-arbeit/00-form-text.html

http://www.winfried-sobottka.de/nadine-o-philipp-j/unzertrennlich/unzertrennlich-text.html

und auch:

Bewegend verlief die Aussage des langjährigen Freundes Jakob H., den Philipp am Tag nach dem Mord anrief und mitteilte: „Hey, Jakob, Mord in Wengern!“ Als Philipp am 14. September verhaftet wurde, wollte Jakob das nicht glauben („die Polizei spinnt“) – bis die Beweislage erdrückend wurde. Gestern fragte der Zeuge mit traurigem Blick auf den Angeklagten: „Was hat er sich dabei nur gedacht, als er mich anrief?“

Quelle: http://www.winfried-sobottka.de/nadine-o-philipp-j/was-hat-er-sich-gedacht/00-form-text.html

Sehr wichtig auch, um zu verstehen, dass Philipps Handeln im Internet keineswegs ungewöhnlich war:

http://www.winfried-sobottka.de/nadine-o-philipp-j/summerbabe/00-form-text.html

Ich bearbeite derzeit die Urteilsseiten, in denen das Gericht über Philipp Jaworowskis Aussagen „berichtet“. Natürlich werde alle Namen seiner Bekannten, Internetfreundschaften usw. schwärzen bzw. ausschneiden.

In diesem Artikel können Sie nun die Seiten 22 bis 25 des Urteiles einsehen, auf denen das Urteil das richtig oder falsch wiedergibt, was Philipp Jaworowski über seine Chat-Kontakte, das aus der Klassenkasse unterschlagene Geld, seine Beziehung zur Familie Ostrowski erzählt habe und darüber, wie er zum Haus der Familie Ostrowski gekommen sein will – behaupteter Startpunkt des von ihm laut Urteil verübten Mordes.

Bereits darin steckt enorm viel – viel, viel mehr, als es einem beim einfachen Lesen auffallen kann. Man muss über die Worte nachdenken, um zu verstehen, was er nach Darstellung des Gerichtes gesagt hat.  Ich habe darüber nachgedacht, und habe es auch niedergeschrieben – unterhalb der Scans der Urteilsseiten.

Denen, die bis dahin lesen, möchte ich einen Tipp vorab geben: Philipp Jaworowski erklärt sein Handeln bis zu einem bestimmten Punkt logisch – doch dann kommt er mit Sachen, bei denen ich ihm sagen würde: „Höre mal, verar* kann ich mich auch selbst, dafür brauche ich Dich nicht!“

Interpretation:

Das, was Philipp Jaworowski über seine Chat-Kontakte erzählt, ist glaubhaft: Er hatte – abgesehen von einem dreimonatigen Verhältnis, bei dem das Mädchen letztlich „Schluss“ machte, nie eine Freundin gehabt. Demnach hat er sich enorm nach der Liebe eines Mädchens gesehnt, wusste aber offenbar nicht, wie er daran kommen sollte. So war es für ihn wohl zugleich Zeitvertreib, als auch der Versuch, das andere Geschlecht besser kennenzulernen, besser  verstehen zu lernen, dass er in der Maske von Frauen oder Mädchen auftrat, um auf dieser Basis dann möglichst tiefgehende Informationen von Mädchen zu bekommen und sie auf dieser Basis möglichst gut verstehen zu lernen.

Glaubhaft ist es auch, dass er dabei nicht daran dachte, mit den Chat-Partnerinnen sexuelle Verhältnisse aufzubauen, denn dazu war die Vorgehensweise, falsch unter weiblichen Namen aufzutreten, natürlich nicht geeignet, wie er ja auch selbst einräumt. Glaubhaft ist es auch, dass er sich nicht für jüngere Mädchen interessierte, denn tatsächlich sehnt ein Mann sich aufgrund seiner Natur nach einer Frau, die ihn zwar liebt und entsprechend mit ihm umgeht, die ansonsten aber die Sache in ihre Hand nimmt – LINK – , also nicht unterwürfig, sondern als Managerin der Sexualbeziehung auftritt.

Das ist den Frauen in unserer Gesellschaft seit über tausend Jahren ausgetrieben, so dass ein Mann darauf ggf. vergeblich wartet, aber natürlich kann sich ein Jugendlicher ein solches Verhalten eher bei einer älteren als bei einer jüngeren Frau vorstellen. Ich kann Philipp an der Stelle sehr gut nachvollziehen, weil ich weiß, welches meine größten Probleme im Alter von 13 und 14 Jahren waren: Damals lispelte ich, damals meinte ich, mein Penis sei zu klein, damals empfand ich mich nicht als hübsch, und im Ergebnis war ich viel zu schüchtern, um selbst auf Mädchen zuzugehen.  Philipp hat eine dicke Brille, ist vom Typ her klein und unsportlich, dabei noch übergewichtig aufgrund von Fast-Food-Vorlieben. Er sehnte sich einfach endlos nach wahrer Liebe, damit ging es ihm nicht anders als den meisten anderen Jugendlichen auch.  Sein Vorgehen, die Frauenwelt undercover zu erforschen, um daraus für sein wahres Leben zu lernen, machte da durchaus Sinn.

Das Ganze betrieb er professionell – über Jahre.  Es ist sicherlich nicht leicht, hunderte von Chat-Kontakten so zu organisieren, wie er es getan haben muss. Das bedeutet zugleich, dass er in diesen Dingen sehr überlegt vorgegangen sein muss, belegt auch dadurch, dass er niemals aufflog, obwohl er es offensichtlich sehr heftig betrieb.

Dass er berichtet, in einem Falle Nacktfotos an Dritte weitergegeben zu haben, sollte man nicht überbewerten: Die Jugendlichen von heute sind keine Engel, es ist leider zur Normalität geworden, verletzt zu werden und auch selbst zu verletzen, und auch, mit wie auch immer errungenen „Trophäen“ zu protzen.

Dass er die Unterschlagung von Klassengeldern selbst dann noch bestritt, als sie nicht mehr zu bestreiten war, deutet eher auf Hilflosigkeit als auf irgendetwas anderes hin: Vogel-Strauß-Strategie, Kopf in den Sand stecken, anstatt Dinge auszufechten bzw. auszuräumen – auch damit ist Philipp keine besondere Ausnahme; das Eingeständnis eigener Fehlleistungen ist für die Wenigsten in unserer Gesellschaft selbstverständlich.

Bis dahin erscheint alles plausibel und glaubhaft, doch dann kommt der Riss:

1. Obwohl er in Jahren umfangreicher Internet-Chats nie auf die Idee kam, aus einem seiner Lügen-Chat Kontakte einen persönlichen Kontakt zu machen, soll er auf diese Idee im Falle der Nadine Ostrowski ganz spontan und plötzlich gekommen sein – obwohl er sich nicht einmal sexuell für sie interessieren konnte, was ebenfalls glaubhaft ist: Nadine Ostrowski war mit Sicherheit nicht die sexuell selbstbewusste Frau, die die Sache in ihre Hand nimmt und von der Philipp in Wahrheit träumte.

2. Die Vorstellung, dass der sexuell schüchterne und in sozialen Dingen wenig selbstbewusste Philipp J. gegen Mitternacht bei ihm nur oberflächlich bekannten Leuten anschellen wollte, um mit der ihm nur oberflächlich bekannten Tochter, von der er nicht einmal etwas wollte, zu reden, ist bereits absurd. Als ich im damaligen Alter des Philipp war (19), war von meinen Selbstzweifeln und meiner Schüchternheit, die mich im Alter von 13/14 enorm belastet hatten, absolut nichts mehr übrig. Ich hatte bereits eine Menge an sexuellen Beziehungen hinter mir, die letztlich von mir beendet waren, sah auch in keinem Erwachsenen mehr einen Menschen, dem ich nicht gewachsen sein würde. Ich war verglichen mit dem 19-jährigen Philipp im selben Alter ein cooler Draufgänger, machte Sachen, die andere sich nicht trauten.

Aber bei mir im Grunde fremden Leuten um Mitternacht anzuschellen, um mit der Tochter, die mir persönlich nicht einmal nahestand und von der ich nicht einmal etwas wollte, über irgendetwas reden zu wollen – das wäre mir nicht in den Sinn gekommen: Das, soviel wäre mir auch damals klar gewesen, hätte so oder so nicht segensreich ausgehen können. Ich hätte es also erstens nicht gewollt, zweitens aber auch nicht gewagt, obwohl ich in dem Alter aus einem ganz anderen Holz geschnitzt war als der schüchterne Philipp.

Philipp gibt das im Grunde auch selbst zu, indem er erklärt, auf eine solche Idee sei er vorher niemals gekommen, etwas vergleichbares habe er vorher niemals gemacht.

3. Hätte mir jemand glaubhaft 1000 Mark  dafür angeboten, dass ich um Mitternacht bei mir im Grunde fremden Leuten schellen würde, um mit der mir nur sehr oberflächlich bekannten Tochter zu reden, dann hätte ich das gemacht – wenn mir ein gutes Konzept eingefallen wäre, um jedenfalls ohne Gesichtsverlust aus der Sache herauszukommen. So ging Philipp J. im Grunde auch vor – überlegt, wie seine gut organisierten Massenchats, bei denen er oftmals intime Dinge herausbekam, eindeutig belegen.

Doch welches soll das Konzept von Philipp J. gewesen sein, um das mitternächtliche Anschellen zu begründen? Lausigste Ausreden! Wetter-Wengern ist ein Dorf, dort kennt jeder jeden zumindest vom Ansehen her. Dort wohnte Nadine, dort wohnte Philipp. Philipp war den Eltern der Nadine keineswegs völlig unbekannt, und sicherlich wussten sie auch, dass er in Wetter-Wengern wohnte.  Und denen  hatte Philipp Jaworowski im Falle eines Falles erzählen wollen, dass er sich in Wetter-Wengern verfahren habe und deshalb um Mitternacht bei ihnen angeschellt habe? Mit solch einer „Notausrede“ in der Tasche hätte ich es an solcher Stelle befürchtet, dass Nadines Vater mich achtkantig vom Grundstück werfen würde! Unter diesen Umständen hätte ich das vielleicht für 10.000 Mark gemacht, aber nicht einmal für 1.000 Mark!

Der angebliche Besuch des Philipp Jaworowski soll also völlig ungeplant, völlig sinnlos und zudem keineswegs unriskant gewesen sein – wer lässt sich schon gern zurecht beschimpfen und verfluchen? „Höre mal, willst Du mich verar*? Siehe bloß zu, dass Du Land gewinnst!“   – mit einer solchen Reaktion, ob von Nadines Vater oder von Nadine selbst, hätte Philipp Jaworowski solange rechnen müssen, wie er keine sozial akzeptable und glaubhafte Ausrede vorweisen konnte. Die Ausrede, die er nennt („verfahren“), hätte den Vater, s.o., höchstens noch wütender gemacht, weil sie natürlich als billigste Lüge erkannt worden wäre. Und in den nächsten Tagen wäre es in Wetter-Wengern und unter den Oberstufen-Gymnasiasten in ganz Wetter das Thema gewesen:  „Philipp war so verrückt, um Mitternacht bei den Ostrowskis anzuschellen, und musste das Feld wie ein geprügelter Hund räumen!“ Diese Dinge sind tatsächlich jedem klar – doch Philipp soll sich darüber hinweg gesetzt haben?

Der schüchterne Philipp, der sich in Sachen Frauen sonst ganz genau überlegte, wie weit er nach seiner Einschätzung gehen konnte, soll also alle Regeln seines langjährigen sehr vorsichtigen Verhaltens schlagartig über Bord geworfen haben, das auch noch, ohne einen nachvollziehbaren Grund gehabt zu haben, überhaupt mit Nadine reden zu wollen, das auch noch in einer Lage, in der sich selbst kalkulierende Draufgänger  gesagt hätten: „Das kann nicht gutgehen, das fasse ich erst gar nicht an!“

An der Stelle beginnt eine Märchenerzählung.

Winfried Sobottka, UNITED ANARCHISTS

Kirsten Heisig und der Tierfraß an Leichen / Gerhard Wisnewski, Staatsanwaltschaft Berlin, Gisela von der Aue, Polizei Berlin, Altermedia, ex-K3-berlin, womblog


Wie bekannt gegeben, bin ich derzeit sehr stark mit dem Mordfall Nadine Ostrowski befasst, weshalb ich nur wenig im Internet schreibe. Allerdings fallen mir dabei gelegentlich Dinge in die Hände, die ich ebenfalls im Mordfall Kirsten Heisig sehr gut nutzen kann, z.B.:

Nun, ich will jetzt noch nicht auf Einzelheiten eingehen, aber die Erklärung der Staatsanwaltschaft Berlin gegenüber dem Journalisten Gerhard Wisnewski lässt nicht nur viele Fragen offen, sondern wirft auch neue Fragen auf. Doch eines nach dem anderen, zunächst muss ich mich um das hier kümmern:

https://belljangler.wordpress.com/2010/12/02/winfried-sobottka-zwischenstand-mordfall-nadine-o-perfekter-staatsmord-politische-konsequenzen-kirsten-heisig-polizei-berlin-matthias-lang-erlangen-polizei-hamburg-polizei-koln-annika-joere/

Ich werde mit weiteren Überraschungen aufwarten können, wie es aussieht.

Winfried Sobottka, UNITED ANARCHISTS

@ UNITED ANARCHISTS:

Liebe Leute!

Ihr habt recht – ich muss die Sache nun schnellstmöglich richtig in trockene Tücher packen, darf mich von anderem nicht abhalten lassen.

Liebe Grüße

Euer

Winfried Sobottka, UNITED ANARCHISTS

Winfried Sobottka: Zwischenstand Mordfall Nadine O., perfekter Staatsmord, politische Konsequenzen /Kirsten Heisig, Polizei Berlin, Matthias Lang Erlangen, Polizei Hamburg, Polizei Köln, Annika Joeres, Gerhard Wisnewski, Hannelore Kraft, Thomas Kutschaty, Ralf Jäger, SPD NRW


Belljangler: „Winfried, wieviel Arbeit hast Du in den Mordfall Nadine Ostrowski bereits gesteckt, seit August 2006?“

Winfried Sobottka, UNITED ANARCHISTS: „Ich habe es nie nachgehalten, aber es werden mit Sicherheit weit über 1.000 Stunden gewesen sein. Schließlich wurden mir Daten zwischenzeitlich vom Staatsschutz gestohlen – LINK – , hatte es mehrere erfolgreiche Hackersysteme auf mein System gegeben, war ich mehrfach gezwungen, neue Domains zu eröffnen, weil ich mir nicht sicher sein konnte, ob man die PWs für alte Domains mit vielen wichtigen Inhalten abfangen konnte usw.

Außerdem war ich auf veröffentlichtes Material angewiesen, und es gab längere Zeit unglaublich viele Veröffentlichungen, wobei sie meist die selben Inhalten hatten. Es musste alles durchgeforstet werden, und das aufgrund von Datenverlusten mehrmals, um jede erhältliche Detailinformation zu erwischen. Hinzu kommt, dass die Aufbereitung von Material und Veröffentlichungen sehr viel Zeit schluckten. Es können durchaus auch deutlich mehr als 2.000 Stunden gewesen sein, alles in allem.“

Belljangler:„Nun verfügst Du einerseits über einen beachtlichen Fundus an Informationen/Belegen, vieles ist original gar nicht mehr erreichbar, andererseits hast Du nun das Urteil. Würde das Urteil an sich nicht reichen?“

Winfried Sobottka, UNITED ANARCHISTS: „Um darzulegen, dass Philipp Jaworowski nicht der Täter sein kann, schon. Aber das ist so eine Sache: Ein rational denkender Mensch akzeptiert Argumente, wenn sie stichhaltig sind. Aber aufgrund gezielter Verblödungsprozesse gilt das lupenrein nur für extrem wenige Menschen. Das macht Aufklärung und politische Diskussion in allen Bereichen enorm schwierig.

Und so ist es natürlich von Vorteil, wenn man möglichst viel in der Hand hat, um nicht nur mit kurzer geschliffener Logik das zu beweisen, was zu beweisen ist, sondern auch noch vieles dazureichen kann, was denen hilft, die wenig wissen, aber vieles glauben, oft so weitgehend glauben, dass man von manifestierten Überzeugungen sprechen muss.

Weiterhin geht aus dem Urteil auch nicht alles hervor, sondern nur das, was das Gericht selbst hineingebracht hat. Dabei kann es sogar gelogen haben. Ohne zusätzliches Material hätte ich z.B. niemals dahinterkommen können, dass das Gericht die Aussage eines LKA-Kriminaltechnikers offenbar umgdreht hat, was das wichtigste Indiz für die Schuld des Philipp Jaworowski angeht – LINK – .

Auch viele andere Details, die nicht aus dem Urteil hervorgehen, sind für das Begreifen der Wahrheit im Mordfalle Nadine Ostrowski von Bedeutung. So zählt das Gericht zu den Indizien gegen Philipp Jaworowski u.a. „frische Reifenspuren“. Doch wer hat sie wann genommen, wie sicher ist es, dass nicht manipuliert wurde, in einer Sache, in der mehrfach nachweislich manipuliert wurde?

Immerhin hatte die Polizei noch 14 Tage nach dem Mord verlauten lassen: „Da der Täter mit einem Fahrzeug zum Tatort gelangt sein könnte“ – warum nicht: „Da der Täter mit einem Fahrzeug zum Tatort gelangt sein dürfte“ ?

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Aber bezeichnend ist es auch, dass kaum nach der Giga-Pressekonferenz, auf der die Festnahme Philipps erklärt und auf die wichtigsten Indizien hingewiesen war, die Polizei selbst öffentlich erklärte, dass sie nun auch in andere Richtungen ermittle!

Bilder zum Aufruf anklicken, ggf. dann nochmals zur Vergrößerung:


und auch:

Obwohl man einen Tatverdächtigen und ihn scheinbar stichfest belastende Indizien hatte, ermittelte man also noch in ganz andere Richtungen. Besser konnte die Polizei wohl nicht dokumentieren, was sie selbst von ihren „Indizien“ hielt und wie wenig sie selbst von der Schuld Philipps überzeugt war.

Ich wurde damals sogar per Email darauf aufmerksam gemacht:

Belljangler: „So einen Text kann jeder selbst machen…“

Winfried Sobottka, UNITED ANARCHISTS: „Wie oben erklärt, ist mir sehr vieles u.a. aufgrund von Raub und Hackerangriffen verloren gegangen, aber immerhin habe ich noch einen Screenshot, der die erste Email von Baju74 zeigt, der Inhalt ist höchst aufschlussreich. Einmal anklicken zum Aufruf, dann nochmals zur Vergrößerung:

Der Text dieser Email wirkt eindeutig authentisch, das hat kein Spinner geschrieben.“

Belljangler: „Du kannst also nicht nur das Urteil kritisieren, sondern auch die merkwürdige Geschichte vom Mord bis zum Gerichtsverfahren gut belegt dokumentieren. Kannst Du schon eine Gliederung Deiner letztendlichen Story mitteilen?“

Winfried Sobottka, UNITED ANARCHISTS: „In etwa:

1. Vom Mord zum Gerichtsverfahren –  eine blöde Polizei, die es in Wahrheit besser weiß?

2. Das Urteil und seine Ungereimtheiten

21. Gerichtsmedizinische Feststellungen – unmöglich für Philipp, so gemordet zu haben!

22. Feststellungen der Spurensicherung im Hause – auch hier wird Philipps Unschuld klar

23. Tatablauf nach Philipp J. – die reine Märchenwelt

24. Tatablauf nach Gerichtsmediziner – unplausibel

25. Persönlichkeit des Philipp – kein Gewaltmensch

26. Stellungnahme des Gerichtspsychiaters – über sich selbst!

26. Der schwere Gang des Gerichtes in der Frage des Vorsatzes – geplanter Mord zu unglaubwürdig, aber vorsätzlicher Mord bei voller Schuldfähigkeit muss sein!“

Belljangler: „Hui, ui, ui. Wenn Du das wirklich gut machst, dann wird das ein echter Knaller. Du hast dich mit mehreren Fällen intensiv befasst, in denen man von staatlichem Mord ausgehen kann.  Du weißt also, was man alles falsch machen kann, wenn man so morden will, dass kein Verdacht auf die Täter fällt. Wie schwer ist das, wie schwer ist der perfekte Mord?“

Winfried Sobottka, UNITED ANARCHISTS: „Der perfekte Mord ist nahezu unmöglich. Am besten ist es noch, jemanden so in eine Falle zu locken, dass es niemand mitbekommt, und ihn dann heimlich zu morden und intelligent zu beseitigen. Nur so stellt man es sicher, dass keine entlarvenden Details bekannt werden. Dort, wo Polizei absperrt und Detailangaben verweigert werden, wie etwa bei den „Suiziden“ in JVA oder zunächst auch im Mordfalle Kirsten Heisig, ist es natürlich auch einfach, so zu morden, dass keine entlarvenden Details bekannt werden.  Ein Problem besteht in diesen Fällen nur dann noch, wenn es sich um Personen handelt, die einem gewissen Publikum bekannt sind und von denen man weiß, dass sie einigen bestimmten Leuten bzw. mächtigen Interessen klar im Wege waren. Das war sicherlich im Falle der Kirsten Heisig so, das wäre, wenn auch längst nicht in dem Rahmen, sicherlich auch in meinem Falle so.“

Belljangler: „Deine politische Forderung lautet also Transparenz in Ermittlungs- und Gerichtsverfahren?“

Winfried Sobottka, UNITED ANARCHISTS: „Das ist die klare sinnvolle Konsequenz, die man aus Fällen wie Mord an Kirsten Heisig, Mord an Nadine Ostrowski und Mord an Matthias Lang, Erlangen, ziehen muss. Ansonsten haben wir einen formalen Rechtsstaat, in dem der Staat beliebig morden kann und es auch tut. Zudem ist es für uns AnarchistINNen ohnehin keine Frage, dass das Volk bei allem, was im Namen des Volkes geschieht, das betrifft das Handeln aller Staatsgewalten, erstens das Handeln bestimmen und zweitens kontrollieren muss. Man muss sich das mal vorstellen, was derzeit läuft:  Die Staatsgewalten handeln „im Namen des Volkes“, sagen dem Volk aber nicht einmal, was sie tun! Man übertrage das einmal auf private Verhältnisse:  Wer würde irgendwem eine Vollmacht dafür geben, ohne sein Wissen beliebig in seinem Namen zu handeln?“

Winfried Sobottka, UNITED ANARCHISTS

Mit Wissen und Duldung von Innenminister Ralf Jäger, SPD Duisburg, Rechtsanwalt und Justizminister Thomas Kutschaty, SPD Essen, und Hannelore Kraft, SPD Mühlheim:

Ein Grauensmord, Grauensmörder in Freiheit, Unschuldiger absichtlich falsch verurteilt:

http://anarchistenboulevard.wordpress.com/2010/01/21/warnung-an-alle-schulerinnen-und-schuler-des-gsg-wetter-geschwister-scholl-gynmnasium-wetter-ruhr/

Kirsten Heisig: Doch ermordet! / Gisela von der Aue, Gerhard Wisnewski, Polizei Berlin, TAZ, Neues Deutschland, Berliner Morgenpost, Berliner Zeitung, ex-k3-berlin, womblog


http://wp.me/po3G2-N3

Am Ende dieses Artikels findet man die Scans des Faxes, mit dem die Staatsanwaltschaft Berlin die Anfrage von Gerhard Wisnewski auf gerichtliche Aufforderung hin beantwortet hat –  nicht so wirklich ganz, aber wenigstens ein bisschen.

Es fällt auf, dass der Todeszeitpunkt sehr im Dunkeln bleibt, dass nur davon die Rede ist, dass die „Leichenliegezeit“ einige Tage betragen haben müsse. Man findet keine Hinweise darauf, welcher Methoden der Todeszeitpunktermittlung der Gerichtsmediziner sich bedient haben will, man darf annehmen, dass den Behörden eine Daumenpeilung gereicht haben dürfte.

Dabei gehört der Juni zu den Monaten, in denen wir z.B. die stärksten Insektenaktivitäten zu verzeichnen haben, und natürlich ist eine menschliche Leiche ein gefundener Brutplatz für Fliegen und diverse andere Insekten, so dass sich anhand der Stadien vorgefundener Insektenlarven und des feststellbaren Larvenfraßes durchaus sagen lässt, ob die Leiche z.B. 2 Tage hing, 5 Tage oder etwa 8 Tage. Aber man hatte ein Verbrechen ja schon ausschließen können, sobald man wusste, dass  Kirsten Heisig vermisst wurde, und warum sollte man dann so umständliche Sachen wie eine sorgfältige Klärung des Todeszeitpunktes betreiben?

Auch fällt es auf, dass nicht einmal wirklich klar gesagt wird, wie Kirsten Heisig gestorben ist: Quälte sie sich in den Erstickungstod, oder wurden Blutgefäße so stark stranguliert, dass sie nach ein paar Sekunden ohnmächtig war?  Ein Genickbruch, soviel ist sicher, kann bei der ausgesprochen geringen Fallhöhe ausgeschlossen werden, wobei nicht einmal klar ist, wie sie das Aufhängen geschafft haben will: Der Strick hing am Baum, sei  zugleich schon um ihren Hals gelegt gewesen, während sie auf dem Boden stand. Dann soll sie sich einfach nach vorn haben fallen lassen.

Ein ähnliches Verfahren wurde z.T., so las ich es einmal im Spiegel, von politischen Rebellen benutzt, die sich bei Durchsuchungsaktionen in ihren Kleiderschränken versteckten. Wurde der Kleiderschrank geöffnet, ließen sie sich vornüber fallen – und der Blutstrom ins Hirn wurde unterbrochen. Allerdings, so las ich damals, und das scheint mir auch wahrscheinlich, mussten sie ihre Unterschenkel eng aneinander gefesselt haben, damit die Sache funktionierte, wenn sie nötig wurde  – denn sonst macht ein Mensch instinktiv einen Ausfallschritt nach vorn – und aus der Strangulation wird nichts. Dass Heisig ihre  Unterschenkel zusammengebunden habe, ist nicht bekannt gegeben worden. Bereits damit ist ihr Selbstmord in der beschriebenen Weise vermutlich nicht mehr möglich gewesen.

Aber auch ein anderes Detail spricht klar dafür, dass Heisig nichts nachts in den Wald marschierte, um sich umzubringen: Es wurde offenbar keine Taschenlampe gefunden, die sicherlich erwähnt worden wäre, da ja sogar eine Plastikflasche und ein Flaschenverschluss aus Plastik erwähnt werden.

Am Abend des 28.06. 2010 wurde Kirsten Heisig  zum letzten Male gegen 21.30 Uhr gesehen, um 21.33 Uhr ging in Berlin die Sonne unter, war es also Nacht. Der Mond ging erst um 22.39 Uhr auf , die Bäume standen in bester Blättertracht – es muss im Wald praktisch stockdunkel gewesen sein, als Kirsten Heisig ihn durchquerte, sich sogar noch einen Baum aussuchte, der nicht erreichbar war, ohne dichtes Gestrüpp zu durchdringen. Dann soll sie im Stockdunkeln einen passenden Ast ausgesucht und heruntergebogen haben, dann soll sie im Stockdunkeln einen Strick fest daran gebunden haben, dann soll sie sich die Schlinge um den Hals geknüpft haben – alles, ohne irgendetwas zu sehen?

Eine Perfektionistin wie Heisig hätte, wenn sie es denn vorgehabt hätte, sich in der Weise umzubringen, garantiert eine leistungsfähige Taschenlampe dabei gehabt, die man in stockdunklem Walde auch tatsächlich braucht. Aber man fand eben keine.

Zudem ist die Auskunft – nicht nur betreffend Todeszeitpunkt – sehr dürftig: „Gelbliche Flüssigkeit“ in der Flasche (Urin, Bier, Zitronenlimo?) , „Überdosis“  von Antidepressiva (lethal?)… Welches Antidepressivum, wird auch nicht  gesagt, so dass es völlig offen bleiben muss, welche Rolle es theoretisch gespielt haben könnte.

Als „Objektive Anhaltspunkte für ein planvolles Vorgehen der Frau Heisig in bezug auf den eigenen Tod“ werden zwei Punkte genannt: Sie habe sich am 28.06.  Antidepressiva besorgt, und am selben Tage von ihrer Rechtsanwältin schriftlich aufnehmen lassen, wo sie im Falle ihres Todes beerdigt werden wolle. Nach meiner Ansicht kann man beides ebensogut als objektive Anhaltspunkte dafür werten, dass sie damit rechnete, ermordet zu werden, gerade Antidepressiva benötigt man eigentlich nicht, wenn man sich sowieso umbringen will.

Ferner heißt ein Abschnitt in dem Fax: „Fakten, die eine Fremdverursachung des Todes ausschließen“. Dabei findet man kein einziges Faktum, das ein Fremdverschulden wirklich ausschließt, wenn echte Profis im Rahmen eines guten Planes gehandelt haben sollten, zudem fragt es sich, wie man an einer Leiche, die 5 Tage bei hohen sommerlichen Temperaturen im Wald gehangen haben soll, noch sichere Hinweise darauf finden will, dass die Person Spuren reduzierend oder Spuren vermeidend im Griffe Dritter gewesen sei: Auch wenn die Polizeihunde die Leiche nicht fanden – Elstern, Krähen, Marder, Insektenlarven usw. –  sie alle haben sich fünf Tage lang an der Leiche satt gefressen. Wurden Heisigs Unterarme zum Beispiel von zwei Leuten gepackt, einer rechts, einer links, beide mit dicken, weichen Handschuhen zupackend, dann kann man es praktisch ausschließen, dass sich trotz starker Verwesung und erheblichen Tierfraßes noch Spuren davon hätten finden lassen.

Zudem sieht es ja auch nicht danach aus, dass die Ermittler der Fremdtötungshypothese mit Eifer nachgegangen wären: Todeszeitpunkt über den Daumen geschätzt und das nicht einmal genau anhand irgendwelcher konkreter Fakten, gelbe Flüssigkeit in der Plastikflasche offenbar nicht einmal der Art nach bestimmt, Leiche tagelang trotz großangelegter Suchaktion mit Leichenspürhunden nicht gefunden, und, vor allem: Gewissheit, dass kein Verbrechen vorliege, kaum, dass Heisigs Verschwinden aufgefallen war.

Wo also ist die Taschenlampe?

Winfried Sobottka, UNITED ANARCHISTS

PS.:

Auch er soll sich umgebracht haben: Uwe Barschel. Ein neuerdings bekannt gewordenes Foto zeigt allerdings deutliche Spuren von Gewalteinwirkungen im Gesicht:

Nun noch das FAX:

Winfried Sobottka: Letzte Wahrheit über Kirsten Heisig? /Gisela von der Aue, Polizei Berlin, Gerhard Wisnewski


Belljangler: „Winfried, die Behörden sollen nun alles auf den Tisch gelegt haben: Keine Fesselungsspuren, keine Abwehrverletzungen an der Leiche, Antidepressivum kurz vor dem Tod gegen Rezept aus einer Apotheke geholt, kurz vor ihrem Tod einer Rechtsanwältin mitgeteilt, wo sie begraben werden wolle – das sind ein paar Einzelheiten.“

Winfried Sobottka: „Wenn man von einem gut organisierten System ausgeht, kann praktisch alles, was auf irgendeinem Papier steht oder irgendjemand sagt, manipuliert sein, und im Falle von Kirsten Heisig, falls sie ermordet worden sein sollte, würde natürlich ein ganz erhebliches Interesse daran bestehen, alles zu mobilisieren, um einen ggf. erfolgten Mord zu verdecken. Man muss zumindest feststellen, dass die Behörden eine Menge dafür getan hatten, dass man von verdecktem Mord ausgehen musste.

Nimmt man an, dass die Angaben wahr sind, die man nun in den Medien nachlesen kann, dass ferner die Gerichtsmedizin äußerst sauber gearbeitet habe, was nicht selbstverständlich ist,  eine kleine Schmorstelle, die beim Einsatz eines lähmend wirkenden Elektroschockers auftreten kann, muss z.B. nicht zwingend gefunden werden, kann erst recht absichtlich übersehen werden, und wenn man jemanden z.B. mit Klarsichtfolie umwickelt, lassen sich auch keine Fesselungsspuren feststellen, weil die Folie weich ist und auf größter Fläche den Körper umhüllt.

Geht man aber davon aus, dass alles sorgfältig und zutreffend ermittelt wurde, dass nichts konstruiert wurde, dass alles wahr ist, dass sie die Tötungshandlung selbst vollzogen hat, dann ist der Selbstmord immer noch nicht sicher, wie ich gleich erklären werde,  obwohl man sich dann z.B. immer nich fragen muss,  wie eine im Sommer verwesende Leiche trotz Suche mit Hunden zunächst nicht gefunden wurde.

Verwunderlich im Falle von Selbstmord bleibt,  dass  alle, die Kirsten Heisig kannten, sie als lebensfroh geschildert hatten, sich einen Selbstmord nicht vorstellen konnten, dass sie von einer Mission beseelt war, wofür sie viel Beachtung und Zustimmung fand, dass ein Urlaub mit den Töchtern und die Veröffentlichung ihres Buches kurz bevorstanden, dass sie sich als eingefleischter Fußball-Fan während der WM umbrachte.

Das würde z.B., falls sie sich umgebracht haben sollte, dafür sprechen, dass sie durch ein plötzliches Ereignis in Richtung Selbstmordabsicht getrieben worden sein müsste. Das Rezept aus der Apotheke – kurz vor ihrem Selbstmord eingelöst, kein Hinweis darauf, dass sie bereits vorher Antidepressiva nahm.

Das Besorgen des Antidepressivums und die Erklärung gegenüber einer Anwältin, wo sie begraben werden wolle, scheinen nahezu zeitgleich erfolgt zu sein, kurz darauf soll sie sich umgebracht haben.

Ich bin kein Experte, aber soweit wie ich die Wirkung von Antidepressiva nach kurzem Nachlesen verstehe, kann ich es mir vorstellen, dass sie zwar bei jemandem wirken, der z.B. unter einem Mangel an Liebe und Anerkennung leidet, aber nicht bei jemandem, der sich aufgrund handfester, nüchterner und unveränderbarer Tatsachen sagt: „In dieser Welt will ich nicht mehr leben!“

Aber das Urteil steht nicht fest, es gibt eine Unmenge an Antidepressiva, und psychoaktive Drogen können alles mögliche bewirken. Möglicherweise setzte sie gezielt ein Mittel ein, um die akute Angst im Zuge der begehung des geplanten Selbstmordes zu reduzieren oder auszuschalten.  Unter LSD soll es vorkommen, dass Leute überzeugt sind, sie könnten durch Flattern mit den Armen fliegen – das soll  schon zu tödlichen Unfällen geführt haben,  Psychiatrierkritiker behaupten zum Teii, dass manchen Zwangs“patienten“ ohne deren Wissen aggressiv machende Drogen gegeben würden – so dass sie entsprechende Ausfallerscheinungen zeigen, die Ärzte dann sagen können: „Da sind sie, die Symptome einer gefährlichen Persönlichkeit!“ Es scheint nahezu alles möglich zu sein, was psychoaktive Drogen angeht, und ein Antidepressivum, das in normaler Dosis allgemeine Lebensängste reduziert, könnte in hoher Dosis womöglich auch elementare akute Ängste reduzieren oder sogar ausschalten.

Was also hat Kirsten Heisig in welcher Dosis geschluckt, wie kann es mit welchen Wahrscheinlichkeiten gewirkt haben? Diese Frage spielt sicherlich eine Rolle, wenn man nachvollziehen will, was in Kirsten Heisig vorgegangen war bzw. mit Wahrscheinlichkeit vorgegangen sein dürfte.“

Belljangler: „Geht man davon aus, dass sie sich umbringen wollte, obwohl ja einiges dagegegen spricht, welche Auslöser kämen dann infrage?“

Winfried Sobottka: „Da habe ich sehr konkrete Vorstellungen, aber das ist einen eigenen Artikel wert. Zum Einen habe ich selbst ein ungeheures Trauma erleben müssen, das im Falle von Kirsten Heisig nach meiner Überzeugung auch zum Zuge gekommen sein dürfte, zum anderen möchte ich vorab daran erinnern, dass Generalfeldmarschall Rommel sich deshalb selbst erschoss, weil man ihm gesagt hatte: „Tust Du das nicht, dann wirst Du hingerichtet, und Deine Familie landet in Sippenhaft. Tust Du es, bekommst Du ein Ehrenbegräbnis, und für Deine Familie wird gut gesorgt werden.“

Es gibt, auch von der Rechtsprechung so gewürdigt, also Fälle, in denen sich jemand zwar vorsätzlich umbringt, aber dennoch auf Mord befunden werden muss, man redet da von Mord in mittelbarer Täterschaft, weil er unter so hohem Druck zur Selbsttötung gezwungen wurde, dass er nur deshalb den Selbstmord beging.“

Man müsste wissen, was Kirsten Heisig in welchen Dosierungen geschluckt hatte, um mögliche Wirkungen eingrenzen zu können.“

Der Dreckstall des Thomas Kutschaty, Teil 3 / Hannelore Kraft, Sylvia Löhrmann, Dr. med. Michael Lasar Dortmund, Richter Helmut Hackmann, WAZ Dortmund, Ruhrnachrichten Dortmund, Annika Joeres, Gerhard Wisnewski, Günter Wallraff


Belljangler: „Hallo, Winfried. Diesem Teil gehen zwei Artikel voraus: LINK 01 , LINK 02 , und weiter unten lieferst Du eine Aufstellung aus Deiner Sicht wichtiger Kritikpunkte an den Ausführungen des „Gutachters“ Dr. Lasar. Was kann man in Kürze dazu sagen?“

Winfried Sobottka, UNITED ANARCHISTS: „Dass ein hochkrimineller Staat einen Staatskritiker mit Schmierenjustiz ausschalten will und sich dazu seiner Schmierenpsychiatrie bedient.“

Belljangler: „Wie kann man die Linie des Dr. Lasar skizzieren?“

Winfried Sobottka, UNITED ANARCHISTS: „Er geht jeder Erörterung nachweislich zu meinem Nachteil verübten Staatsunrechts aus dem Wege, erklärt es ohne jeden Beleg einfach zur Wahnidee, den Staat als kriminell und seine Organe als verschworen zu betrachten, lügt zum Teil, was Gesprächsinhalte angeht, worauf ich noch gesondert eingehen werde, missachtet ärztliche Stellungnahmen, soweit sie externe Ursachen für psychische Probleme benennen, zieht an den Haaren herbei, was sich an den Haaren herbeiziehen lässt – es ist definitiv die absolut unterste Schublade gutachterlicher Arbeit, hat mit Wissenschaftlichkeit absolut gar nichts zu tun, ist an Tendenziösität kaum noch zu überbieten.“

Belljangler: „Kaum noch? Inwiefern wäre es denn noch zu überbieten?“

Winfried Sobottka, UNITED ANARCHISTS: „Er hätte mich auch noch als wahnkrank in schlimmster Form erklären können, hätte mich noch für gemeingefährlich erklären können, hätte meine Einweisung in die Psychiatrie für unbestimmte Zeit nach § 63 StGB empfehlen können. Stattdessen sagte er, die Anwendung des § 63 komme nach seinem Urteil nicht infrage, und im Umgang mit mir habe er keine Angst, und das würde anders sein, wenn ich gefährlich wäre, und zudem läge bei mir nur mittelschwerer Fall partieller Wahnkrankheit vor, partiell  nur soweit, wie es um staatliches Handeln gehe, ansonsten sei mein Denken intakt..“

Belljangler: „Worauf führst Du es zurück, dass er nicht alle Register gezogen hat?“

Winfried Sobottka, UNITED ANARCHISTS: „Zum einen denke ich, dass er das nicht gern tun würde, weil er weiß, dass es grob Tatsachen widrig wäre und weil er nicht der schlimmste Kerl ist, den man sich denken kann. Zum anderen wissen sie natürlich, dass ich mich in einem solchen Falle jedenfalls gezwungen sähe, in die Revision zu gehen, und sie wissen auch, dass die Sache eine gewisse Öffentlichkeit erreicht. Der Fall hat das Zeug, bei einem bestimmten Maß der Skandalösität auch von Teilen der juristischen Fachpresse aufgenommen zu werden, hier steht grundsätzlich also auch die Reputation des BGH auf dem Spiel. Selbst dann, wenn die Fachpresse nicht einstiege – für eine PDF-Datei, die unter gängigen Suchbegriffen zu finden wäre, reichte es mit Unterstützung der UNITED ANARCHISTS‘ INTERNETFORCE allemale. Entsprechend will man im Grunde eine Lösung, die ich selbst noch abnicke, nach dem Motto: „Mit blauem Auge davon gekommen.“

Belljangler: „Du willst aber nicht mit einem blauen Auge davonkommen?“

Winfried Sobottka, UNITED ANARCHISTS: „Ich will nachvollziehbare Gerechtigkeit nach den Gesetzen und den Vorzeige-Urteilen von BGH und Bundesverfassungsgericht, keine Lösung, bei der ein hochkriminelles satanisches System mich mit Willkür zu seinem Büttel macht und mich so als Kritiker ausschaltet.“

Belljangler: „Was kann Dir passieren?“

Winfried Sobottka, UNITED ANARCHISTS: „Wenn der BGH die Sauereien des Landgerichtes Dortmund mit Willkür deckt, kann ich in den Knast gehen, ich denke, bis zu zwei Jahre.“

Belljangler: „Das wäre Dir egal?“

Winfried Sobottka, UNITED ANARCHISTS: „Das wäre wohl niemandem egal. Aber ich denke, dass es auch für sie Folgen hätte.“

Belljangler:„Welche?“

Winfried Sobottka, UNITED ANARCHISTS: „Ich wäre im Knast nicht inaktiv, würde dort Einblicke gewinnen, die ich bisher nicht habe, würde diese Einblicke natürlich verarbeiten, hätte die Zeit, ein Buch zu schreiben, würde mich für allgemeine Häftlingsinteressen engagieren, würde mich für Fälle einsetzen, in denen Häftlingen Unrecht getan wird. Andererseits könnte es natürlich auch eine Signalwirkung für Leute haben, die sich schon lange überlegen, ob man dem System nicht gewaltsam begegenen sollte.“

Belljangler: „Letzteres hältst Du für möglich?“

Winfried Sobottka, UNITED ANARCHISTS: „Man muss Ursache und Anlass voneinander unterscheiden. Was mit diesem System los ist, ist sehr vielen klar, denen es längst reicht. In solchen Lagen genügt irgendwann ein kleiner Anlass, um das Fass zum Überlaufen zu bringen. Die russische Oktoberrevolution wurde dadurch ausgelöst, dass es auf dem Panzerkreuzer Potemkin ein miserables Mittagessen gab…“

Winfried Sobottka

Karl-Haarmann-Str. 75

44536 Lünen

Aussagen des vom Landgericht Dortmund in der Sache 36 KLs-155 Js 170/07-51/07 als Gerichtsgutachter beauftragten Dr. med. Michael Lasar in mündlicher Verhandlung am 16. November 2010 sinngemäß:

1. Eigentlich wäre ein umfassendes Explorationsgespräch zur diagnostischen Einordnung meiner Person nötig gewesen, doch dazu sei es nicht gekommen, weil ich einem solchen Gespräch nur im Beisein von Zeugen hätte beiwohnen wollen, und brauchbare Ergebnisse könnten nur gewonnen werden, wenn keine Zeugen dabei seien.

2. Als „Beleg“ für eine sich anbahnende psychische Erkrankung führte Dr. Lasar einen Vermerk eines Auricher Polizisten an, des Kriminalbeamten Dols, dass dieser eine psychiatrische Untersuchung anregte. Dabei befasste Dr. Lasar sich nicht einmal mit der Frage, ob Auricher Behörden zu jenem Zeitpunkt womöglich ein sehr vitales Eigeninteresse haben konnten, mich loswerden zu wollen, setzte sich auch nicht damit auseinader, was den Dols überhaupt auf die Idee gebracht hatte, setzte sich auch nicht damit auseinander, was mich dazu gebracht hatte, rebellisch gegen Auricher Behörden aufzutreten.

3. Dazu, dass Oberarzt Schäfer, LWL-Klink Dortmund, in einem mehrseitigen Befundbericht vom 15.01. 1993 erklärt:

„daß kein Hinweis auf eine initial offenbar nicht ausgeschlossene endogene Psychose festzustellen war, auch sonstige psychopathologisch fassbare Krankheitsbilder ließen sich nicht feststellen.“ Und letztlich: „Diagnose:Keine“

meinte Dr. Lasar, auch damals habe schon psychische Krankheit vorgelegen, das habe er beim Lesen der Gesamtakte der LWL-Klinik als Experte „gespürt“.

(Zusatzbemerkung: Die Explorationen des Oberarztes Schäfer waren mit weitem Abstand die umfangreichsten, die es in meinem Falle jemalsgegeben hatte. Während meines Aufenthaltes dort fanden sehr viele längere Gespräche statt, die ich entweder mit ihm allein, oder mit dem Stationsarzt Dr. Mager, oder mit beiden gemeinsam führte, und, wie Oberarzt Schäfer im Befundbericht selbst mitteilt, es gab  auch nach meiner Entlassung noch eine Reihe von Gesprächen, an deren Ende dann der Befundbericht stand. Tatsächlich übertreibt er auch nicht, indem er schreibt: „wie überhaupt festgestellt werden muß, daß sich im Laufe dieser Wochen eine zunehmende vertrauensvolle Gesprächsbasis entwickelte (S.3 des BB).

4. Dass die Amtsärztin Dr. Knoche des Kreisgesundheitsamtes Unna von einem „depressiven Erschöpfungszustand mit agitierten und vitalisierten Anteilen“ ausging, eine „schizoaffektive Psychose“ aber nicht sicher ausschloss (Seite 27 des Aktengutachtens), wertete Dr. Lasar auch als Beleg für eine Psychose, obwohl Dr. Knoche selbst abschließend urteilte: „Am ehesten handelt es sich jedoch um die oben beschriebene ausgeprägte Erschöpfung im Rahmen der jahrelangen Konflikte und Kämpfe um seine misshandelten Kinder.“ (Seite 28 des Aktengutachtens).

5. Die ohne Angabe von Gründen erklärte Behauptung des Dr. Matthias Cleef, er habe am 04.07. 2007 anlässlich eines Besuches bei mir (es war ein Gespräch im Treppenhaus) eine „chronische psychitrische Erkrankung mit prozesshaftem Verlauf“ festgestellt, nahm Dr. Lasar als bare Münze, und erklärte dabei, ein Experte würde so etwas „spüren“. Auf Nachfrage, wie man ggf. überprüfen könne, ob ein Experte einfach lüge oder wahr wiedergebe, was er gespürt habe, antwortete Dr. Lasar: „Gar nicht.“

6. Ohne zu erklären, von welchem Tatablauf er, Dr. Lasar, eigentlich ausgehe, erklärte er mich für alles, was am 04.12. 2007 im Zusammenhang mit dem Polizeieinsatz von mir ausgegangen sein könnte, für voll schuldunfähig, während er ansonsten von eingeschränkter Schuldunfähigkeit und das auch nur in einem bestimmten Bereich ausgeht.

7. Für das Betreiben einer zum selben Zeitpunkt bei mir aufgefundenen Cannabis-Plantage erklärte er mich hingegen für unvermindert schulfähig, obwohl in seinem Aktengutachten nachzulesen ist:

„Ob oder warum Herr Sobottka Cannabis-Pflanzen in seiner Wohnung angepflanzt oder großgezogen hat, kann gutachterlicherseits nicht beurteilt werden.“ (Aktengutachten S. 37).

Anhand welcher Umstände sich die Beurteilungsgrundlage des Gutachters seitdem so gründlich geändert hat, erklärte er nicht.

8. Dr. Lasar erklärte letztlich, bei mir liege eine wahnhafte Erkrankung im mittleren Bereich vor, den schlimmsten Fall der ausprägung schloss er aus, und schränkte die wahnhafte Erkrankung zugleich sachlich ein: Nur, wenn es um den Staat und seine Institutionen gehe, funktioniere mein Denken nicht im Sinne kritischer Prüfung von These und Antithese, in allen anderen Bereichen aber doch.

9. Innerhalb des nun laufenden Verfahrensabschnittes hatte Dr. Lasar auch meine Prozessfähigkeit zu bewerten gehabt, einige Wochen vorher, dabei hatte er sinngemäß erklärt, dass aufgrund von mir gezeigten Verhaltens nicht nur auf die minimale Erfüllung des Kriteriums Prozessfähigkeit, zu schließen sei, sondern, so war seine Formulierung, auf Prozessfähigkeit in „höchstem Maße“. Das bezog er sowohl auf meine Fähigkeit, Inhalte zur Kenntnis zu nehmen und einzuordnen, als auch auf meine Fähigkeit, meine Positionen zu formulieren und Rechtsmittel selbst einzulegen.

Aus meiner Sicht steht das in klarem Widerspruch dazu, dass ich wahnhaft krank sein soll, sobald es um den Staat und seine Institutionen gehe.

10.Das in mir vorherrschende Wahnbild erklärte Dr. Lasar so: Der Staat sei böse,werde von finsteren Mächten betrieben, Gewaltentrennung gäbe es in Wahrheit nicht, alle Institutionen des Staates steckten unter einer Decke. Dass dieses Bild in mir vorherrsche, bejahte ich sofort aus tiefster Überzeugung, allerdings habe ich dafür, auch innerhalb des laufenden Strafverfahrens und auch innerhalb der Gespräche mit Dr. Lasar, umfangreiche Belege vorgetragen, mit denen Dr. Lasar sich bisher nicht im Geringsten erkennbar auseinandergesetzt hat.

11. Auf ärztliche Stellungnahmen eines Internisten, Dr. Maru (Seite 5 Aktengutachten), der eine reaktive Depression bescheinigt hatte, und meines langjährigen Hausarztes Dr. Friedrich Vollmer, der mich aus vielen Gesprächen sehr gut kennt, zu dem ich ein echtes Vertrauensverhältnis habe, der, Inhalt der Akte, u.a. erklärte, er habe niemals Anzeichen für Wahnkrankheit bei mir ausmachen können, ging Dr. Lasar gar nicht ein.

Winfried Sobottka, UNITED ANARCHISTS

Links:

Die Lügen-Hannelore

Der Hannelore-Kraft-Horror satirisch serviert

Ein Grauensmord, Grauensmörder in Freiheit, Unschuldiger absichtlich falsch verurteilt:

http://anarchistenboulevard.wordpress.com/2010/01/21/warnung-an-alle-schulerinnen-und-schuler-des-gsg-wetter-geschwister-scholl-gynmnasium-wetter-ruhr/


Wichtige Informationen: MORDFALL KIRSTEN HEISIG, POLIZEI BERLIN, GISELA VON DER AUE, EHRHART KÖRTING, GERHARD WISNEWSKI


Vorab Text einer EMAIL, die ich von Claus Plantiko erhalten habe. Ich werde später noch detaillierter darauf zurückkommen, u.a. auch mit passenden Worten für die entschiedene und sehr gute Arbeit des Gerhard Wisnewski, der höchstes Lob für seinen Einsatz in diesem Falle verdient:

Die Behörden können nicht mehr beliebig „drehen“, sie sind durch einige Behauptungen, die sie bisher schon abgegeben haben, sehr eng determiniert. Ich sehe es nicht, wie sie vor diesen Hintergründen die Todesumstände so darlegen wollen, dass sie einerseits plausibel sind, andererseits eine Selbsttötung plausibel erklären könnten.

Tatsache ist, dass mit absoluter Sicherheit sowohl Gerhard Wisnewski als auch ich die nun zu erwartenden Darstellungen auf Plausibilität und auch auf Widersprüchlichkeiten zu bisherigen Angaben untersuchen werden, zweifellos auch beide unsere Ansichten begründet veröffentlichen werden.

Der Fall Kirsten Heisig ist noch lange nicht abgeschlossen!

Winfried Sobottka, UNITED ANARCHISTS

TEXT DER EMAIL von CLAUS PLANTIKO:

Betreff: Mord an Richterin Heisig – Ermittler müssen Auskunft über Heisigs Tod geben – Bericht im Tagesspiegel – 16.11.2010
Datum: 17. Nov 2010 16:03

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Bericht im „Tagesspiegel“ (Berlin)

http://www.tagesspiegel.de/berlin/nachrichten/2621530.html

Gericht: Ermittler müssen Auskunft über Kirsten Heisigs Tod geben!!

Die Generalstaatsanwaltschaft muss Auskunft über die Begleitumstände des Todes der Jugendrichterin Kirsten Heisig geben. Das hat das Oberverwaltungsgericht entschieden.

Es verpflichtete die Staatsanwaltschaft per Eilentscheidung, einem freien Journalisten aus München Auskunft zu erteilen über die Todesursache und den Zeitpunkt, den Fundort und die Auffindesituation der Leiche. Mitgeteilt werden müsse auch, welche Fakten ein Fremdverschulden des Todes ausschließen. Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass Heisig aufgrund ihres beruflichen, rechtspolitischen und publizistischen Engagements bundesweit bekannt gewesen sei. Es bestehe ein legitimes öffentliches Interesse an Informationen über ihren Tod, zumal die Frage eines Zusammenhangs zwischen ihrem Tod und ihrer Tätigkeit im Raum stehe. „Wir werden den Beschluss auswerten und dann entscheiden, wie wir darauf reagieren“, sagte Justizsprecher Martin Steltner. Heisig hatte Anfang Juli Suizid begangen. Die Leiche der 48-Jährigen war in einem Waldstück im Berliner Ortsteil Heiligensee gefunden worden. dapd/Ha

http://www.berlin.de/sen/justiz/gerichte/ovg/presse/archiv/20101115.1645.318955.html

– – – – –

Pressemitteilung

Berlin, den 15.11.2010

Der 10. Senat des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg hat entschieden, dass die Presse einen Anspruch auf Auskunft über die objektiven Begleitumstände des Todes der Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig hat. Er hat den Generalstaatsanwalt in Berlin im Wege einer Eilentscheidung verpflichtet, einem Journalisten Auskunft zu erteilen über die Todesursache und den Todeszeitpunkt von Frau Heisig, den Fundort und die Auffindesituation der Leiche, darüber, welche Fakten eine Fremdverursachung des Todes ausschließen und welche objektiven Anhaltspunkte für ein planvolles Vorgehen von Frau Heisig in Bezug auf ihren eigenen Tod sprechen. Nicht erfasst sind dagegen etwaige Erkenntnisse über Hintergründe und Motive einer Selbsttötung.

Zur Begründung hat der Senat ausgeführt, Frau Heisig sei aufgrund ihres beruflichen, rechtspolitischen und publizistischen Engagements bundesweit bekannt gewesen. Es bestehe ein legitimes öffentliches Interesse an Informationen über ihren – jedenfalls für die Öffentlichkeit unerwarteten – Tod, zumal die Frage eines Zusammenhangs zwischen ihrem Tod und ihrer Tätigkeit im Raum stehe. Die erbetenen Auskünfte könnten nicht mit dem Hinweis auf schutzwürdige Interessen der Verstorbenen oder ihrer Hinterbliebenen verweigert werden. Zwar wirke der Schutz der Persönlichkeit auch über den Tod hinaus und verbiete insbesondere eine unwahre oder herabsetzende Berichterstattung, wobei im Falle einer Selbsttötung eine besondere Zurückhaltung der Presse erforderlich sei.

Vorliegend gehe es dem Antragsteller jedoch nicht darum, die näheren Umstände und Hintergründe eines Selbstmordes darzustellen, sondern um Auskünfte über die objektiven Umstände des Todes, um die Bewertung als Selbsttötung überhaupt nachvollziehen zu können. Auch das Recht der Hinterbliebenen, in ihrer Trauer um die Verstorbene respektiert zu werden, stehe einer Berichterstattung über die objektiven Todesumstände nicht entgegen, solange das Andenken an die Verstorbene nicht belastet und die familiären Umstände nicht thematisiert würden.

Beschluss vom 11. November 2010 – OVG 10 S 32.10 –

– – – –

BITTE VERBREITEN!!
BITTE VERBREITEN!!
BITTE VERBREITEN!!

——

Die ermordete Kirsten Heisig und die satanische Fratze des Staates


Per Email erhalten:

Samstag, 7. August 2010

http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M519ae62f196.0.html

Junge Freiheit

Das Vermächtnis einer Richterin

Von Michael Paulwitz

Die erste Auflage war noch am Tag des Erscheinens ausverkauft. „Das Ende der Geduld“, das mit kühlem Kopf und heißem Herzen geschriebene Vermächtnis der toten Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig, ist ein Buch, auf das man offenkundig lange gewartet hat und das dennoch zur rechten Zeit kommt.

Heisig beschreibt, wie „durch elterliches Versagen und unter den Augen der geduldig abwartenden staatlichen Institutionen“ schwerkriminelle Jugendliche heranwachsen, und sie stößt zu den Ursachen des institutionellen Versagens vor: „Wir leben in einer Gesellschaft, in der an den Problemen bewußt vorbeigeschaut wird: aus Tradition seitens der Zuwanderer, aus Bequemlichkeit und Angst seitens der Deutschen.“

Die überhandnehmende Jugendkriminalität ist – nicht nur in Berlin, sondern auch in anderen europäischen Großstädten, in denen Kirsten Heisig Problemlagen und Lösungen studiert hat – in erster Linie eine Folge der fehlgeschlagenen Integration von Einwanderern. Die üblichen Ausreden – Diskriminierungserfahrungen, jahrzehntelang unterlassene Integrationspolitik – läßt Heisig für diese großenteils hier aufgewachsene und vollversorgte Klientel, die mit Anpassungsforderungen zu behelligen lange Zeit als „Zwangsgermanisierung“ verpönt war, nicht gelten.

Schwerkriminelle mit mehr als 30 Taten sind zu 90 Prozent Einwanderer

Hinzu kommt: Es gibt, schreibt Heisig, „in Deutschland zugewanderte Menschen, die nie vorhatten, sich einzufügen, sondern schon immer in einer parallelen, in einigen Fällen rein kriminell ausgerichteten Struktur gelebt haben und aus meiner Sicht weitgehend beabsichtigen, damit fortzufahren“. Was bedeutet: Mit dem Instrumentarium, das einen fehlgeleiteten links- oder rechtsextremen Schläger wieder auf die Spur setzen mag, wird man diese Täter nicht beeindrucken, wenn man die Milieus nicht antastet, in denen sie heranwachsen.

Kirsten Heisig, die Neuköllner Jugendrichterin, weiß, wovon sie da spricht. 214 der cirka 550 Berliner Intensivtäter – definiert als Täter, die mehr als zehn erhebliche Delikte in einem Jahr begehen – sind in diesem Stadtteil registriert. Schwerkriminelle mit mehr als 30 Taten sind zu 90 Prozent Einwanderer, zur Hälfte arabischer Herkunft, obwohl viermal mehr türkische als arabische Einwanderer in Neukölln leben.

Die Biographien der jungen Intensivtäter ähneln sich: „Sie werden speziell von ihren Müttern extrem verwöhnt und erfahren keinerlei Grenzsetzung.“ Das führt schon in der Grundschule zu „Gewaltbereitschaft und Respektlosigkeit“. Darauf angesprochen, „suchen die Eltern das Verschulden grundsätzlich beim ‘System’“, sprich bei den „rassistischen“ Lehrern.

Kein Wunder, daß Schulen und Jugendämter mit ihren Methoden, die auf Einbindung und Mitwirkung der Eltern bauen, nicht durchkommen, wenn diese ihre Kinder konsequent der staatlichen Intervention entziehen, notfalls durch monatelange Heimataufenthalte. Von Schule zu Schule, Amt zu Amt, Einrichtung zu Einrichtung werden die Kinder durchgereicht, bis sie mit 14 „endlich“ ein Fall für die Justiz werden. Auch da schildert Heisig viele Kollegen als überfordert; inflationär setze man auf „Anti-Gewalt-Training“ als Allheilmittel, ohne zu wissen, ob die Maßnahme im konkreten Fall geeignet ist, oder je zu evaluieren, ob sie überhaupt wirkt.

Eindruck macht das kaum. „Etliche türkischstämmige und ‘arabische’ Jugendliche achten die in Deutschland geltenden Regeln und Gesetze nicht. Sie sind ihnen gleichgültig.“ Heisig spart nicht mit Details: Die Frauenverachtung, die Lehrerinnen und Schülerinnen demütigt. Der Deutschenhaß, der mit Sprüchen wie „Deutsche kann man nur vergasen!“ instinktiv ins Mark der deutschen Neurosen zielt.

Patentrezepte liefert Heisig nicht. Aber doch wichtige Anstöße. Rasche und angemessene Reaktion macht Eindruck – das ist die Essenz des von ihr entwickelten erfolgreichen „Neuköllner Modells“, das im wesentlichen auf konsequenter Anwendung des beschleunigten Verfahrens im Jugendstrafrecht beruht. Von Gesetzesverschärfungen hält Heisig wenig, solange die bestehenden genug Spielraum bieten. Die Autorin plädiert insbesondere für grundsätzliche Ahndung der Herabwürdigung von Staatsbediensteten; man brauche eine „starke, selbstbewußte Polizei“, um der Ablehnung staatlicher Einrichtungen und ihrer Repräsentanten zu begegnen.

Endlich die Ängste überwinden und handeln

Die Ämter müßten besser zusammenarbeiten und Informationen austauschen; überzogener Datenschutz dürfe dem nicht im Wege stehen, fordert Heisig. Schulen und Polizei müßten vernetzt zusammenwirken wie im vorbildlichen Rotterdamer Modell. Finanzielle Sanktionen wie Bußgelder für Schuleschwänzen oder Kindergeldstreichung seien wirksam und dürften auch bei Hartz-IV-Empfängern, bei denen angeblich nichts zu holen sei, kein Tabu sein. Man werde um die Einrichtung geschlossener Heime nicht herumkommen, um Problemkinder ihren Milieus zu entziehen; „alles andere ist pseudoliberale Heuchelei“.

Skeptisch ist Heisig dagegen bei der Herabsetzung des Strafmündigkeitsalters – dann werden „demnächst eben Zehnjährige“ als Dealer geholt. Aufenthaltsbeendende Maßnahmen seien in vielen Fällen, wenn Kinder schon in zweiter und dritter Generation hier lebten, illusorisch. Hart zupacken müsse man aber beim Unwesen krimineller arabisch-libanesischer Großclans.

„Sozialromantische Verblendung gepaart mit blanker Angst“

Der strafunmündige Nachschub dieser Clans steigt in Beirut mit Paß ins Flugzeug ein und in Berlin ohne Paß wieder aus. Entweder man kontrolliere die Einreise konsequenter und mit neuen Methoden, meint Heisig, oder man sei verpflichtet, die Kinder und Jugendlichen, wenn man sie denn ins Land lasse, den Banden auch zu entziehen. Anders als bei Deutschen entzögen Berliner Familiengerichte Zuwandererfamilien aber nur selten das Sorgerecht.

Der Grund: „sozialromantische Verblendung gepaart mit blanker Angst“. Sie sei inzwischen überzeugt, „daß die Furcht vor den kriminellen Großfamilien alle anderen Aspekte bei weitem überwiegt“, denn hinter vorgehaltener Hand heiße es: „Man kann kein Kind zwangsweise aus einem arabischen Clan nehmen. Die Familien erschießen jeden, der das versuchen sollte.“ Angst ist für Kirsten Heisig ein schlechter Ratgeber: „Sie lähmt das System und den einzelnen. Deshalb müssen wir sie überwinden und handeln.“

JF 31-32/10

Kirsten Heisig: Das Ende der Gewalt. Konsequent gegen jugendliche Gewalttäter. Herder-Verlag, Freiburg 2010, broschiert, 208 Seiten, 14,95 Euro

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Tags: Polizei Berlin, Gisela von der Aue, Ehrhart Körting, Kirsten Heisig, Junge Welt, Gerhard Wisnewski