Wirtschaftsexperte Winfried Sobottka zum Streit über des Bäckers Brötchen / Prof. Hans-Werner Sinn, Prof. Gustav Horn,Fabian Lindner,Prof. Dennis Snower,Bodo Ramelow,womblog,Mark Schieritz


Belljangler:Wirtschaftsexperte Winfried Sobottka, in Deutschland gibt es derzeit einen Streit um des Bäckers Brötchen, der unter anderem von Wirtschaftsprofessoren ausgetragen wird:

http://wp.me/p1i9jU-aC

http://wp.me/p1i9jU-aG

Wer hat recht?“

Winfried Sobottka: „Keiner von ihnen wirklich, am ehesten aber Prof. Hans-Werner Sinn, er kommt dem Rechthaben am nächsten.“

Belljangler: „Woran liegt es, dass konträre Positionen scheinbar gleichermaßen berechtigt vertreten werden können?“

Winfried Sobottka: „Daran, dass sich keiner auf vollständige und korrekte Erklärungsmodelle bezieht, daran, dass wichtige Tatsachen z.T. überhaupt nicht Betracht gezogen werden.“

Belljangler: „Kannst Du das erklären?“

Winfried Sobottka: „Das geht schon mit der Definition von Größen wie Leistungsbilanz usw. los, deren Aussagekraft davon abhängt, was man da alles in einen Topf wirft. Wenn Griechenland z.B. für 10 Euro Brötchen kauft und dafür 10 Euro auf den Tisch legt, dann sind die Brötchen spätestens nach ein paar Tagen weg, die 10 Euro aber noch da. Würden die Brötchen gefuttert, damit Menschen produktiv schaffen könnten, dann gäbe es noch einen gewissen Gegenwert. Ansonsten gibt es ihn – in wirtschaftlicher Betrachtung – nicht. Erfolgt die Bezahlung per Kredit, dann müsste man, um überhaupt saubere Zahlen haben, die Bonität des Kreditnehmers berücksichtigen. All diese Dinge lassen sich an Leistungsbilanzen nicht ablesen.

Zudem gehen bisher alle Diskutanten erstens davon aus, dass Deutschland ein homogenes Wirtschaftssubjekt sei, wie z.B. eine Bäckerei. Das ist Unsinn: Wenn der Bäcker Geld an Griechen verleiht und die damit Tilgungs- und Zinszahlungen an Großkapitalisten leisten, dann verkauft der Bäcker kein einziges Brötchen mehr.

Weiterhin gehen die Diskutanten davon aus, dass Geld entweder in den Konsum oder in Realinvestitionen flösse. Das ist der größte Unsinn, weil Billionen weltweit nur noch im Bereich der Finanzanlagen hin- und her fließen, ohne den Konsum oder die Realinvestitionen zu erhöhen.“

Belljangler: „Doch an das Thema will keiner heran?“

Winfried Sobottka: „An das Thema können Leute wie Prof. Hans-Werner Sinn nicht heran, ohne um ihre gesellschaftliche Stellung fürchten zu müssen.“

Dipl.-Kfm. Winfried Sobottka

Dem wahren Satanismus auf der Spur / Karen Haltaufderheide, Doris Kipsieker,Annika Joeres, Die Grünen Wetter, Die Grünen Berlin, Die Grünen Hamburg, Die Grünen Koblenz, Renate Künast, Die Linke Witten

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Wirtschaftsdemagogen stalken Prof. Hans-Werner Sinn mit Medienunterstützung/Prof. Gustav Horn, Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung, und Fabian Lindner, Referatsleiter Arbeitsmarkt,Jens Weidmann,WiSo,Fb 04 WWU,Prof. Dennis Snower,Bodo Ramelow,womblog


Mit enormem demagogischem Aufwand wird Prof. Hans-Werner Sinns einwandfrei berechtigte Kritik am Euro-Rettungskurs von „Wirtschaftsexperten“ an den Tatsachen vorbei niedergemacht, wobei seine Bekämpfer von den Medien unterstützt werden.

Ein Beispiel habe ich in folgendem Artikel gebracht, der sich auf Meldungen mit der Schlagzeile

Weidmann wiederspricht Sinn: „Kein erhöhtes Risiko bei der Bundesbank“

bezieht:

https://belljangler.wordpress.com/2011/05/23/trick-volksbetruger-angela-merkel-und-jens-weidmann-hans-werner-sinnbund-der-steuerzahlernotrufbkapolizei-berlingeldfalscherbundeskriminalitat/

Ein weiteres Beispiel sind Artikel unter der Schlagzeile

Die Mär vom deutschen Kapitalabfluss“

siehe im Ursprung:

http://www.ftd.de/politik/europa/:rettung-griechenlands-die-maer-vom-deutschen-kapitalabfluss/60056034.html

Dazu ist folgendes zu sagen:

Auch wenn die Autoren des FTD-Artikels sich noch so viel Mühe geben, es anders darzustellen: Der Ifo-Chef Hans-Werner Sinn hat recht!

Gustav Horn, Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung, und Fabian Lindner, Referatsleiter Arbeitsmarkt, bringen zum Beleg ihrer Behauptung, Sinn habe unrecht, ein einfaches Beispiel mit einem Bäcker, der einem Kunden ein Brötchen verkauft, Vollzitat am Ende dieses Artikels.

Das Beispiel entspricht aber nicht dem Sachverhalt, auf den es sich beziehen soll. Um den Sachverhalt richtig zu treffen, müsste das Beispiel nämlich so aussehen:

Bäcker leiht einer überschuldeten Person 50 Cent, von denen der Bäcker weiß, dass er sie niemals wiedersehen wird. Für diese 50 Cent kauft diese Person ihm dann ein Brötchen ab, so dass die 50 Cent wieder beim Bäcker sind. Allerdings hat er unter dem Strich ein Brötchen verschenkt, und damit ist Kapital von ihm abgeflossen, das er nun nicht mehr in seine Bäckerei investieren kann.

Hier nun das Vollzitat des unpassenden Beispiels, zu finden auf Seite 2 des FTD-Artikels:

Mit dem Abfluss von deutschem Sparkapital hat das nämlich nichts zu tun. Ein einfaches Beispiel: Ein Mann geht zum Bäcker und kauft Brötchen. Der Bäcker legt das Geld in seine Kasse. Der Kunde hat dem Bäcker gegenüber ein Leistungsbilanzdefizit, denn er kauft vom Bäcker mehr, als er ihm verkauft. Umgekehrt hat der Bäcker dem Kunden gegenüber einen Leistungsbilanzüberschuss. Nach dem Kauf hat der Kunde weniger, der Bäcker mehr Geld. Wegen der doppelten Buchführung entspricht der Leistungsbilanzüberschuss des Bäckers einem Nettokapitalexport.

Ist Sparkapital vom Bäcker zum Kunden geflossen? Hat der Bäcker jetzt weniger Mittel, um etwa einen neuen Ofen zu kaufen? Natürlich nicht: Er hat durch den Nettokapitalexport mehr Mittel, und die kann er später verwenden, wie er will. Sinns Behauptung kommt so vom Kopf auf die Füße: Die Ersparnis des Bäckers ist nicht abgeflossen, sondern er hat sie erst bilden können, weil ihm durch den Einkauf Einkommen entstanden ist.“

Dipl.-Kfm. Winfried Sobottka

https://belljangler.wordpress.com/2011/05/15/pseudo-wissenschaftler-hans-werner-sinn-die-schlauen-hauen-ab-aus-deutschland-die-doofen-von-anderswo-kommen-zu-uns-wirtschaftswoche-denkfabrik-wiwozentralrat-der-judenthilo-sarrazin-ange/